KAMEL 
klassisch. dynamisch. jung.

Benefizkonzert für das DRC School Project in Namibia

Freitag, 16.09.2022, 19:30 Uhr
Akademie der Wissenschaften Mainz

(Geschwister-Scholl-Str. 2, 55131 Mainz)

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Auf unserer Konzertreise durch Namibia wurden wir spontan in das Township in Swakopmund eingeladen, um dort das DRC School Project zu besuchen. Wir haben dort ein kleines Konzert gegeben und durften gleichzeitig auch von den Kindern des Projekts etwas auf den Trommeln lernen. Diese fröhliche Begegnung inmitten von Wellblechhütten war so ergreifend und schön, dass wir uns entschieden haben, dieses großartige Projekt weiterhin zu unterstützen. Die Einnahmen unseres Konzerts "Classix" kommen zu 100% (auch VVK-Gebühren) diesem Schulprojekt zugute!

Die Künstler treten ohne Gage auf. Der Erlös aus Kartenverkauf und Getränkeausschank geht an das DRC School Project in Swakopmund (Namibia)
Es gelten die dann aktuellen Corona-Bestimmungen. Derzeit liegen keine Einschränkungen vor.

DRC School Project Swakopmund 

Das Schulprojekt DRC School Project & Community Centre befindet sich auf sandigem Boden der Wüste Namib in der Wohnsiedlung der „Democratic Resettlement Community“ (DRC), einem „Township“ Swakopmunds in Namibia. Das Schulprojekt ist einer der wenigen Orte, in dem es fließendes Wasser, angeschlossene Sanitäranlagen und Elektrizität gibt.

Dieses Schulprojekt bietet täglich bis zu 100 Kindern und Jugendlichen Förderung in verschiedenen Gebieten und verfolgt damit einen ganzheitlichen Ansatz. Das Bildungssystem Namibias ist in einen privaten und einen staatlichen Sektor unterteilt und unterscheidet in Qualität und Verfügbarkeit stark zwischen den Einkommensklassen. Dieses Problem beginnt bereits bei den Kindergärten, die mit steigender Qualität teurer und für Eltern aus dem Township unbezahlbar werden, geht über die staatlichen Schulen, die günstig sind, aber nicht genug Plätze und zu wenig ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung haben, bis hin zur weiterführenden Ausbildung an Universitäten, die hohe Gebühren erheben.
Das Schulprojekt bildet daher eine Oase, das mit einem Kindergarten bereits die Kleinsten fördert und für die Älteren die dringend benötigte Unterstützung während der Schulzeit in Form von Hausaufgabenbetreuung und Infrastruktur für Rechercheaufgaben anbietet. Für die Kinder des Townships, die daheim keinen Tisch, Schreibmaterialien oder Licht haben, ist dies immens wichtig. Hier werden außerdem diejenigen aufgefangen und unterrichtet, die keinen Platz an einer Schule erhalten haben. Dadurch vermitteln wir all diesen Kinder nicht nur Bildung, sondern geben ihnen auch einen sicheren Rückzugsort und strukturierten Alltag, der sie von der Straße, Gewalt und Drogen fernhält. Diese Programme stellen eine enorme Veränderung im Leben der Kinder dar, führen zu geringeren Schulabbrecherraten, besseren Noten, weniger Teenager-Schwangerschaften und reduziertem Drogenmissbrauch. All diese Programme werden von unserem engagierten Personal getragen, das sich jeden Tag mit viel Herz und Leidenschaft um die Ausbildung der Kinder kümmert.
Wir haben regelmäßig folgende Ausgaben:

  • Lehrergehälter, inkl. Steuern und Sozialversicherung
  • Kosten für Lebensmittel, die für die tägliche Suppenküche verwendet werden
  • jährliche Lehr- und Schulmaterialbeschaffung, sowie regelmäßig Tintenpatronen und Papier für das Büro
  • Sanierung der Schulcontainer bei Bedarf,
  • Instandhaltung des Spielplatzes bei Bedarf

Programm 

KAMEL Classix
von Wiener Klassik bis Skandinavien der Neuzeit

Ganz seinem Motto klassisch. dynamisch. jung. folgend interpretiert das Kammermusikensemble Laubenheim KAMEL in seinem neuen Programm Werke von der Wiener Klassik bis hinein ins 20. Jahrhundert und widmet sich dabei gleichermaßen alten Meistern sowie musikalischen Neuentdeckungen.
Zu letzteren zählt sicherlich der schwedische Komponist Dag Wirén (1905-1986). Zusammen mit Lars-Erik Larsson – 2018 war dessen Kontrabasskonzert auf dem Spielplan des KAMEL zu finden – zählt er zu den wichtigsten Vertretern der schwedischen Kompositionsschule der Neuzeit und war ein großer Verfechter des Neoklassizismus. Sein umfangreiches Werk umfasst Bühnenwerke, große sinfonische Besetzungen bis hin zur Kammermusik. Seine Serenade für Streichorchester op. 11 ist dabei sein bekanntestes Werk. Ihre vier illustren Sätze malen ein abwechslungsreiches Klangbild von lyrischen, weichen Melodien zu akzentuierten und schroffen Klängen – ein Spiegelbild der schwedischen Landschaft und ganz im Sinne der skandinavischen Musiktradition.

Sphärische Klänge und weiche, intime Melodien – kaum jemand konnte das so miteinander verbinden wie der große Meister der spätromantischen Sinfonik Gustav Mahler (1860-1911). Seine Werke sind für ein Streichorchester wie das KAMEL mit einer wunderbaren Ausnahme oftmals kaum spielbar: das Adagietto aus seiner Sinfonie Nr. 5 cis-moll. Für Streichorchester und Harfe komponierte Mahler 1902 in seinem Sommersitz in Kärnten diese musikalische Liebeserklärung an seine Frau Alma. Der mit »sehr langsam« überschriebene vierte Satz ist eine Art Verschnaufpause in der ansonsten lebhaften, teils abgründigen Sinfonie. Die sanfte Melodieführung und die immer wiederkehrenden Vorhalte bieten kein echtes Ankommen, kein befriedigendes Zurücklehnen. Dies ist eine Musik des Übergangs – quasi zwischen den Welten. Das erkannte auch Luchino Visconti, der 1971 Mahlers sehnsuchtsvolle Musik als Titelmusik für seinen Film Der Tod in Venedig erwählte.

Auch Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) taucht im Programm auf. Der wahrscheinlich größte „Popstar“ der Wiener Klassik steht erstmals seit der nun 16-jährigen Konzerttradition des KAMELs auf dem Programm. Was paradox erscheint, hat gute Gründe: Um Mozarts so beliebte und bewunderte Leichtigkeit spielen zu können, bedarf es einer enormen musikalischen Reife und Spielfreude und gerade diese hat das KAMEL in den vergangenen Jahren unter Beweis stellen können. Im Programm ist das Divertimento D-Dur KV 136, welches 1772 während dessen Arbeit an der Opera seria Lucio Silla entstand. In einer Phase, in der sich Mozart ausgiebig mit der Kompositionstechnik der Mannheimer Schule und des Spätbarocks beschäftigte, klingen auch in seinem Divertimento (auch „Salzburger Sinfonie“) deren berühmte Vertreter Johann Christian Bach oder Adolph Hasse an. Ausdrucksvolle Vorhalte und fugierte Abschnitte verbinden sich mit einem kantabel-melodiösen Tonfall und zeigen die Bewunderung des jungen Mozarts für die Qualitäten der barocken Opernmeister. Dieses Divertimento D-Dur gehört zu den beliebtesten Streichorchesterkompositionen der klassischen Welt und ist ein absolutes Muss für jedes Streicherrepertoire.

Ebenso verhält es sich mit der Serenade für Streicher op. 6 des böhmischen Komponisten Joseph Suk (1874-1935). Als Geiger war Joseph Suk seinerzeit einer der bekanntesten Vertreter der romantischen Konzertwelt und auch seine Kompositionen genossen furiose Beliebtheit. Heute ist er nur noch dem Fachpublikum ein Begriff. Nichtsdestotrotz gehört seine Streicherserenade neben denen von Tschaikowsky und Dvorak zu den großen Werken, die jedes Streichorchester einmal gespielt haben muss. Suk war ähnlich wie Mozart ein wahres musikalisches Wunderkind und studierte schon in jungen Jahren Geige und Komposition. Letzteres bei Antonín Dvorak, der ihn sehr schätzte, enorm förderte und später sogar sein Schwiegervate r wurde. Sein enges Verhältnis zu Dvorak findet auch hörbar Anklang in seinen frühen Werken, zu denen auch die Streicherserenade zählt. Dennoch weist sie erstaunlich viel eigene Färbung und originelle Themen auf und bricht mit der Tradition der slawischen Komposition, traditionelle Volksweisen in die Kunstmusik zu integrieren. Zudem kann man dem viersätzigen Werk nicht einen gewissen Naturalismus und fast programmatische Klanginszenierung absprechen. Öfter als ein Mal hört man Vögel zwitschern, Wasser plätschern oder findet sich auf den Gipfeln des Böhmischen Waldes wieder. Auch wenn Suk seinen kompositorischen Durchbruch nach dem Tod Dvoraks hatte, schafft es seine Streicherserenade als eines der wenigen Werke auch heute noch ab und zu auf ein Konzertprogramm. Und wer sich den schwelgerischen Klängen einmal hingegeben hat, der versteht, warum wir finden, dass man Suk zu selten hört.

Sonstige Informationen
Das Konzert findet mit freier Platzwahl statt. Derzeit herrschen keine Corona-Einschränkungen vor.
Getränke und Snacks werden vor Ort für den guten Zweck verkauft.

Programm:Veranstaltet von:



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